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Pressemeldung: U-Comix kehrt zurück

U-Comix Nr. 183

U-Comix Nr. 183

U-Comix kehrt zurück

Oberhausener Undergroundcomix.de legt das legendäre Comicmagazin neu auf

U-Comix, einer der bekanntesten deutschen Comictitel, ist zurück. Das Oberhausener Internetportal und Kleinverlag für Independence-Comix Undergroundcomix.de legt das legendäre Comicmagazin im Mai 2013 in seiner 182. Ausgabe neu auf. Das 48 Seiten starke U-Comix erscheint zum Gratis Comic Tag am 11. Mai 2013. 10.000 neue U-Comix-Hefte werden an diesem Tag bundesweit in allen Comicläden und vielen Buchhandlungen verschenkt.

Die Gratis-Ausgabe ist der Auftakt der neuen U-Comix Reihe: Ab dem 1. Juni 2013 wird U-Comix zweimonatlich für 5,- Euro erscheinen. Mit dabei sind unter anderem die „Freak Brothers“ von Gilbert Shelton mit neuen Abenteuern, Elbe-Billys „der unheimliche Kakerlak“ und der „Der verborgene Engel“ vom Dietwald Doblies, dem „Lurchi“-Zeichner (Salamander Schuhe).

Das alternative Comicmagazin für Erwachsene wurde 1969 gegründet und konfrontierte den deutschen Leser erstmals mit Inhalten abseits von Superhelden und Entenhausen. Gilbert Shelton, Robert Crumb, Édika, Gotlieb und viele andere Künstler veränderten die Comicszene nachhaltig. Doch die kiffenden und sexuell freizügigen Helden der Undergroundcomix stießen nicht nur auf Zustimmung.

U-Comix wird 1997 wegen angeblicher Jugendgefährdung eingestellt
1997, nach langem Rechtsstreit um angebliche Jugendgefährdung, wurde U-Comix eingestellt. Im Zuge des „Meininger Zensur-Verfahrens“, der größten Beschlagnahmeaktion Nachkriegsdeutschlands, das letztlich zur Einstellung von U-Comix führte, wurden 1996 bundesweit 1.200 Buchläden durchsucht. Besonders Zeichner wie Walter Moers, Ralf König und Gilbert Shelton erzürnten den Staatsanwalt. Der Alpha Comic-Verlag verzeichnete daraufhin einen Umsatzeinbruch von rund 1,5 Millionen Mark.

Liebevolles Design und abgefahrene Storys sind Pflicht
In den 2000er-Jahren sicherte sich Filmemacher Robert Makowski die Rechte am Titel U-Comix. Gemeinsam mit Makowski, Zeichner Stephan Probst und seiner Agentur DRIVE sowie dem Comicvertrieb „Comic und Spiele Berlin“ lässt der Undergroundzeichner Steff Murschetz das Abenteuer U-Comix wieder aufleben. Steff Murschetz ist zuversichtlich, dass das neue Konzept gut ankommt: „Wir ehren das Erbe, zu dem der Titel uns verpflichtet und gestalten ein Heft, das authentisch ist und sich nicht verstecken muss. Liebevolles Design und abgefahrene Storys sind Pflicht.“

Der Zeichnerstamm zählt 60 Zeichner aus aller Welt
So wird die eingeheftete U-Comix-Gazette Interviews und News aus der Comicszene abbilden – in der ersten Ausgabe mit einem Interview der Undergroundcomix-Legende Gilbert Shelton – der auch auf dem Comic Festival München vom 29.5 bis zum 2.6.2013 U-Comix signieren wird. Gerhard Seyfried, der bekannteste linke Zeichner Deutschlands („Freakadellen und Bulletten“), steht bereits für die Nr. 183 als Interviewpartner fest. Die Doppelseite in der Mitte der Erstausgabe wird ein Haight-Ashbury-Poster des französischen Zeichners Antoane zieren. Insgesamt zählt der Zeichnerstamm an die 60 Zeichner aus aller Welt: aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Brasilien, Frankreich und Irland.

Zum Neustart von U-Comix und der Relaunch-Party am Gratis Comic Tag, am 11. Mai 2013, zeichnen und signieren im Comic Centrum Oberhausen, Havensteinstraße 48, Steff Murschetz, Andreas Heinze aka Flauteboy und Sebastian Drewniok.

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